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Formulare definieren

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Allgemeines zu Formularen

HTML stellt die Möglichkeit zur Verfügung, Formulare zu erstellen. In Formularen kann der Anwender Eingabefelder ausfüllen, in mehrzeiligen Textfeldern Text eingeben, aus Listen Einträge auswählen usw. Wenn das Formular fertig ausgefüllt ist, kann der Anwender auf einen Button klicken, um das Formular abzusenden.

Dazu geben Sie beim Erstellen eines Formulars an, was mit den Daten des ausgefüllten Formulars passieren soll. Sie können die Daten dann von einem CGI-Programm auf dem Server-Rechner weiterverarbeiten lassen.

Formulare können sehr unterschiedliche Aufgaben haben. So werden sie zum Beispiel eingesetzt:

Ein Software-Hersteller könnte z.B. ein Formular zur Verfügung stellen, in dem der Anwender angeben kann, welche Produkte der Firma er besitzt, wie er Kenntnis von den Produkten erhalten hat, welchen Beruf er ausübt, auf welchem Rechnertyp die Software bei ihm läuft usw. Auf diese Weise könnte er gleichartig strukturiertes und daher gut vergleichbares Feedback von Anwendern einholen.

Viele Suchdienste im Internet bieten dem aufrufenden Web-Browser Eingabeformulare an, in denen der Anwender seinen Suchwunsch spezifizieren kann. Ohne solche Formulare wäre das Durchsuchen gar nicht möglich. Die meisten Suchdienste bieten darüber hinaus auch die Möglichkeit an, eigene Internet-Adressen in die Datenbank einzuspeisen. Das Einholen der dazu nötigen Information geschieht ebenfalls mit Hilfe von Formularen.

Immer zahlreicher werden auch die Online-Shops im Internet. Egal ob Bücher, Tickets oder Unterwäsche - um solche Bestell-Services zu realisieren, sind Formulare erforderlich, in denen der Anwender seine Bestellwünsche genau angeben kann.

Wenn Sie dem Anwender auf Ihren Web-Seiten einfach nur eine Möglichkeit anbieten wollen, direkt mit Ihnen in Kontakt zu treten, genügt allerdings auch ein einfacher Seite E-Mail-Verweis an die eigene E-Mail-Adresse.

Beachten Sie:

Nicht wenige Anbieter versuchen über Formulare, Anwenderadressen zu sammeln, um diese dann zu verkaufen, oder um Auskünfte einzuholen, zu denen ein Anwender nicht verpflichtet ist. Dazu wird häufig ein Anwenderbegehren als Köder benutzt - beispielsweise ein Gewinnspiel oder die Downloadmöglichkeit der kostenlosen Ausprobierversion einer teueren Software.

Dieser Missbrauch hat einige selbsternannte Hüter des Datenschutzes auf den Plan gerufen, die aber leider an der falschen Ecke kehren und sich nicht an die rechtlich meist gut abgesicherten Datenjäger wenden, sondern an ahnungslose Homepage-Besitzer, die ein kleines Formular im Web haben und plötzlich dafür abgemahnt werden. Dabei wird mit dem Prinzip der so genannten "Datensparsamkeit" argumentiert (siehe auch Hinweise zum Teledienste-Datenschutzgesetz (TDDSG) im Abschnitt Seite Gesetze für "neue Medien" (in Deutschland)). Versuchen Sie also nicht, den Anwender mit Hilfe von Formularen wie eine Zitrone auszuquetschen. Beschränken Sie sich auf solche Formularfelder, die für den Formularzweck erkennbar nötig sind.

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HTML 2.0XHTML 1.0MS IE 1.0Netscape 1.0Opera 5.12Mozilla Firefox 1Konqueror 3.1Safari 1.0 Formularbereich definieren

Sie können an einer beliebigen Stelle innerhalb des Dateikörpers einer HTML-Datei ein Formular definieren.

Beispiel:

<form action="http://www.example.org/cgi-bin/feedback.pl" method="get">
<!-- hier folgen die Formularelemente -->
</form>

Erläuterung:

Mit <form>...</form> definieren Sie ein Formular (form = Formular). Alles, was zwischen dem einleitenden <form>-Tag und dem abschließenden Tag </form> steht, gehört zum Formular. Das sind hauptsächlich Elemente des Formulars wie Eingabefelder, Auswahllisten oder Buttons.

Um die Formularelemente zu platzieren und zu beschriften, können Sie dazwischen aber auch andere HTML-Elemente notieren. Dabei müssen Sie folgendes beachten: Gemäß der Seite HTML-Variante Strict dürfen Sie innerhalb eines Formulars nur Seite Block-Elemente (und Script-Bereiche) notieren, also etwa Überschriften, Textabsätze, allgemeine Bereiche oder Tabellen. In der HTML-Variante Transitional ist es dagegen außerdem erlaubt, zwischen <form> und </form> auch gemischten Inhalt aus Text und Seite Inline-Elementen zu notieren. Innerhalb des form-Elements können Sie auch mit einem fieldset-Element arbeiten, um Formularelemente zu umschließen (siehe dazu Seite Elemente gruppieren).

Im einleitenden <form>-Tag geben Sie mit dem Pflichtattribut action an, an welchen URI die Formulardaten beim Absenden des Formulars übertragen werden sollen (action = Aktion). Der URI sollte die Adresse eines Programmes auf dem Server-Rechner sein, das die Formulardaten weiterverarbeitet. Üblicherweise handelt es sich dabei um ein CGI-Script, das z.B. in Perl und PHP geschrieben wurde.

Für den Wert des action-Attributes gelten die Regeln zum Seite Referenzieren in HTML. Das Referenzieren mit relativen oder absoluten Pfadangaben ist also ebenso möglich wie das oben im Beispiel gezeigte Referenzieren mit einem absoluten URI:

<form action="/cgi-bin/auswertung.pl">
<form action="../../cgi-bin/suche.cgi">
<form action="konktakt.php">

Eine weiteres wichtiges Attribut bei der Formulardefinition ist das Attribut method. Dabei bestimmen Sie, nach welcher HTTP-Übertragungsmethode die Formulardaten an ihr Ziel gelangen. Dabei gibt es zwei mögliche Werte:

Das W3-Konsortium empfiehlt, die Methode get dann zu wählen, wenn das auswertende Programm die Daten nur zur Ablaufsteuerung benötigt (z.B. für eine Suche oder zum Weiterblättern), während die Methode post für Fälle empfohlen wird, in denen die Daten über das auswertende Programm hinaus weiterverarbeitet werden (z.B. Speicherung in einer Datenbank oder Auslösung einer Bestellung).

Beachten Sie:

Es ist möglich, als Wert für das Attribut action eine E-Mail-Adresse anzugeben, z.B. action="mailto:fritz.eierschale@example.org" zusammen mit den Attributen method="post" enctype="text/plain". Das erwünschte Ziel davon ist, dass der Web-Browser die Formulardaten an die angegebene E-Mail-Adresse versendet. Bei solchen E-Mail-Formularen besteht keine Garantie auf Erfolg. Es hängt vom Browser und anderen Einstellungen auf dem Rechner des Anwenders ab, ob der Formularversand klappt. E-Mail-Formulare gelten deshalb mittlerweile als überholt, zumal es Alternativen gibt. Mehr dazu im Abschnitt Seite Formulare verarbeiten.

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HTML 4.0XHTML 1.0MS IE 3.0Netscape 2.0Opera 5.12Mozilla Firefox 1Konqueror 3.1Safari 1.0 Zielfenster für Server-Antwort

Wenn Sie mit Kapitel Frames arbeiten und in einem Frame-Fenster ein Formular haben, nach dessen Absenden die Server-Antwort bzw. die Antwort eines CGI-Scripts in einem anderen Frame-Fenster angezeigt werden soll, können Sie das gewünschte Zielfenster angeben.

Beispiel:

<form action="/cgi-bin/auswertung.pl" method="get" target="Daten">
<!-- hier folgen die Formularelemente -->
</form>

Erläuterung:

Mit dem Attribut target können Sie im einleitenden <form>-Tag den Namen des Frame-Fensters angeben, in dem die Server-Antwort ausgegeben werden soll. Es muss sich entweder um einen Fensternamen handeln, der für ein Frame-Fenster dem name-Attribut im <frame>-Tag vergeben wurde, oder um einen der folgenden reservierten Fensternamen:
_self, um die Server-Antwort im aktuellen Fenster auszugeben,
_parent, um für die Server-Antwort bei verschachtelten Framesets das aktuelle Frameset zu sprengen,
_top, um für die Server-Antwort bei verschachtelten Framesets alle Framesets zu sprengen.

Beachten Sie:

Das target-Attribut ist zwar nicht als deprecated gekennzeichnet, doch um es einzusetzen, müssen Sie die HTML-Variante Transitional verwenden. Der Grund ist, dass dieses Attribut vorwiegend für Verweise bei Verwendung von Frames gedacht ist und Frames eine eigene HTML-Variante haben, die von der Einstufung her der Variante Transitional entspricht.

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HTML 4.0XHTML 1.0 Zeichenkodierung der Formulardaten

Sie können angeben, mit welcher Zeichenkodierung der Browser die eingegebenen Formulardaten an den Web-Server senden soll. Dabei können Sie eine oder mehrere Kodierungen angeben, aus denen der Browser eine unterstützte auswählen kann. Näheres zu Zeichenkodierungen können Sie auf der Seite Seite Computer und geschriebene Sprache nachlesen.

Beispiel:

<form action="/cgi-bin/auswertung.pl" method="post" accept-charset="ISO-8859-1">
<!-- hier folgen die Formularelemente -->
</form>

Erläuterung:

Mit dem Attribut accept-charset können Sie Kodierungen angeben. Trennen Sie mehrere Angaben durch Leerzeichen oder Kommata. Erlaubt sind Kodierungsangaben, wie sie auf der Web-Adresse englischsprachige Seite http://www.iana.org/assignments/character-sets angegeben sind. Die im Beispiel genannte Kodierung ISO-8859-1 wird insbesondere auf der Seite Seite Zeichenkodierungen (ISO-8859-Familie und andere) beschrieben.

Beachten Sie:

Die Implementierung der Zeichenkodierung beim Formulardatenversand ist in den einzelnen Browsern unterschiedlich gelöst. Daraus resultieren diverse Probleme bei der Erkennung, welche Kodierung tatsächlich benutzt wurde.

Um Problemen absolut aus dem Weg zu gehen und sicherzustellen, dass die gesendeten Daten in einer verarbeitungsfähigen Form bei Ihnen ankommen, beachten Sie die folgenden Hinweise:

Probleme mit unpassender Kodierungsangabe im Formular zeigen sich durch die folgenden möglichen Indizien:

Wenn Sie Ihre Formulare und die serverseitigen Skripte in die Lage versetzen, UTF-8 zu verarbeiten, können alle diese Probleme umgangen werden. Die Verwendung von UTF-8 bzw. generell Unicode ist daher sehr empfehlenswert - auch wenn Sie keine internationale Website planen.

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Weitere Informationen

In der Kapitel HTML-Referenz finden Sie Angaben darüber, wo das form-Element vorkommen darf, welche Attribute erlaubt sind und was bei den einzelnen Attributen zu beachten ist:
Seite Element-Referenz für Formulare (<form>...</form>)
Seite Attribut-Referenz für Formulare (<form>...</form>)

Zur Datenverarbeitung von Formularen mit Hilfe von CGI-Scripts gibt es innerhalb der vorliegenden Dokumentation das Kapitel Kapitel CGI/Perl.

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